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Wittlich umgeben von Stadtmauern wurde vom Feind belagert. Vergebens hatten die Belagerer versucht, die Stadt zu erobern. Da geschah es, dass ein Torwächter in einem der vier Stadttore eines Abends in der Dunkelheit den Riegel zum Verschließen des Tores nicht finden konnte. In seiner Not nahm er eine Rübe und steckte sie in das Riegelloch. In der Nacht nur brach nun eine Sau aus Ihrem Stall aus und streunte durch die Stadt. Sie kam auch an das Stadttor, fand die Rübe und fraß sie auf. Nun öffnete sich das Stadttor der Feind drang in die Stadt ein und konnte plündern und brandschatzen. Als er nach der Belagerung wieder abgezogen war, trieben die Wittlicher in ihrem Zorn sämtliche Säue auf dem Marktplatz zusamen und verbrannten Sie bei lebendigem Leibe. Wie viele Säue so endetne, das vermerkt die Sage freilich nicht. Vielleicht waren es auch nicht mehr als die, die heute bei der Wittlicher Säubrennerkirmes im Röstbratofen enden.
Nun, wie dem auch sei, die Wittlicher haben es sehr wohl verstanden der Geschichte unter dem Ihnen hieraus anhaftenden Ruf ein Fest zu machen. Da das Wort "Säubrenner", mit dem die Wittlicher bedacht werden, seit Menschengedenken ein Schimpfwort ist, konnte es die Auslegung dieses Wortes seit Initiierung der Wittlicher Säubrennerkirmes grundlegend wandeln.
Der geschichtliche Hintergrund ist die Belagerung der Stadt Wittlich im Jahre 1397 durch Ritter Friedrich vonEhrenburg. Damals wurde die Stadt von den Belagerern eingenommen und nieder gebrannt.
